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Beratung pflegender Angehöriger von Menschen mit Demenz zu sensiblen Themen

Menschen mit Demenz werden zu 80% von ihren Angehörigen betreut. Oft sind es Familienangehörige, die sich um Sohn, Tochter, Mutter oder Vater kümmern.

Irritierendes Verhalten

Die Pflegenden sind oft durch unerwartete Situationen beziehungsweise irritierendes Verhalten ihrer demenzkranken Familienmitglieder überfordert. Sie haben sich deswegen manchmal aus sozialen Situationen zurückgezogen.

Intime Bedürfnisse

Etwa ein Viertel der Menschen mit Demenz zeigt ein erhöhtes Maß an intimen Bedürfnissen, die häufig als sexuelle Annäherung verstanden werden. Ein solches Verhalten liegt oft an nachlassender Selbstkontrolle und abnehmender sozialer Orientierung.

Auswirkungen auf pflegende Angehörige

Pflegende Angehörige, die Erfahrungen mit einem solchen Verhalten gemacht haben, ziehen sich öfter aus sozialen Situationen zurück. Gründe sind Scham und die Angst, dass unangemessenes Verhalten ihrer Angehörigen in der Öffentlichkeit sichtbar wird. Sie können sich häufig weder mit anderen Familienangehörigen noch mit professionellen Pflegeeinrichtungen über ihre Erlebnisse mit den erkrankten Angehörigen austauschen. Oft verlassen sie mit ihren Angehörigen zusammen nicht mehr das private Umfeld. In Selbsthilfegruppen werden sie vielleicht mit ihrer Problematik nicht ernst genommen.

Neues Europäisches Beratungs- und Informationsprojekt

Im Rahmen eines Erasmus+ Projekts wird derzeit in 4 europäischen Ländern ein Beratungsforum mit Kursprogramm für pflegende Angehörige gemeinsam entwickelt. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Fragen der Intimität und Sexualität im Kontext von Demenz sowie auf herausfordernden und grenzüberschreitenden Verhaltensweisen, die im Zusammenhang mit der Erkrankung auftreten können.

Projektpartner in Deutschland ist das Team von professore.de.

 

 

 

 

Prof. Dr. Peter Berger
Projektleitung
info@professore.de

 

 

 

 

Prof. Dr. Andrea Berger-Klein
Projektmanagerin
andrea@professore.de

Das Gesamtprojekt wird von der Alzheimer Gesellschaft Irland in Dublin geleitet. Weitere Projektprojektpartner sind Alzheimer Siedlce in Polen und Leyden Academy on Vitality and Aging in den Niederlanden.

Ihre Mitwirkung ist gefordert!

Pflegende Angehörige, Pflegeeinrichtungen sowie Organisationen, die Foren für den Austausch zur Verfügung stellen, sind eingeladen, ihre aktuellen Themen und Fragestellungen zu teilen.

 

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